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ADAM OLEARIUS

Als wir 1992 einen Namensgeber für unser neu erbautes Restaurant mit dem Pavillon suchten, haben wir uns nach vielen Überlegungen für „Adam Olearius“ entschieden. Seine Person verkörperte für uns moderne Aspekte der Weltoffenheit und Toleranz sowie der Gastlichkeit und Reisefreude auf hohem Niveau. Sie verbindet Fernweh und Heimatliebe in glücklicher Weise, reichen diese Bezüge doch von fernen Palästen Persiens bis zum Bau der Friedrichsberger Dreifaltigkeitskirche und des zu seiner Zeit als 8. Weltwunder geltenden Gottorfer Globus. Aber auch unsere nachbarliche Verbundenheit zu Schloß Gottorf, die Nähe unseres Hotels zu den herzoglichen Waldungen, Tiergehegen und Parks haben zur Namensgebung beigetragen.

Herzog Friedrich III., nach dem wir unsere Hotelsuite benannt haben, schickte Adam Olearius als seinen Hofgelehrten in seinen Diensten mit einer imposanten Delegation auf dem Landwege über Rußland nach Persien, um von dort den Handel mit Seide und anderen Kostbarkeiten nach Schleswig zu leiten. Obgleich diese Mission scheiterte, erwarb Adam Olearius sich den größten und letztlich auch unsterblichen Ruhm mit seiner „Beschreibung der muscowitischen und persischen Reyse“.

Diese dauerte insgesamt sechs Jahre von 1633 bis 1639 und stand teilweise unter einem unglücklichen Stern. Sie gerieten in furchtbare Unwetter, erlebten Überfälle, Kosaken und Tataren und lieferten sich ein Scharmützel mit einer indischen Legation. Die Reise per Schiff, Pferd, Kamel und auch zu Fuß führte sie über Lübeck, der Ostsee, durch Rußland, auf der Wolga hinunter zum Kaspischen Meer nach Isfahan und Persien, ihrem Reiseziel.

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